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Zahlreiche
wissenschaftliche Arbeiten mit dem Thema der Entwicklung
des Individuums sind, unter anderem, auch im folgenden
übereinstimmend: der Mensch erreicht die Spitze
seiner physischen und intelektuellen Fähigkeiten
in der Periode zwischen 40. und 60. Lebensjahr.
Die Männer sind dann Väter erwachsener Kinder,
und haben eine reiche Arbeits- und Lebenserfahrung
hinter sich. Die Frauen sind Mütter, die nicht
nur Bedürfnis nach Sorge um eigene Haushalt haben,
und ihr Potenzial an Lebenserfahrungen ist gewöhnlich
überhaupt nicht kleiner als ihrer Männer. Man
könnte sagen – reiches und abgeschlossenes Ganzes
einer Lebensperiode.
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Aber,
was geschiet danach? Graue Haaren und Falten
außen, Gefühle plötzlicher undefinierbarer
Unannehmlichkeit innen beginnen den Menschen
immer öfter zu erfassen. Wie in stürmischen
jugendlichen Tagen, tauchen in ihm wieder
gefährliche, fast häretische Gedanken auf.
Der Blickwinkel des Lebens wird plötzlich
verändert: der Mensch stellt dann wirklich
eine Frage an sich selbst – wieviel habe ich
noch vor mich? |
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Das Gefühl der Verlassenheit,
sogar auch Nutzlosigkeit in der Periode des
dritten Alters stellt einen sehr fruchtbaren
Boden für Anschwellung verschiedenster Überlegungen
dar. Nicht seltsam ist der Fall, wenn die
Personen in diesem Alter, unfähig die neuen
Herausforderungen anzunehmen, ihren Mut in
solchem Maß sinken lassen, dass sie im Geist
erkranken. |
Der Prozess der Alterung,
im allgemeinen alle natürliche Metamorphosen, denen
der Mensch im Leben unterliegt, spiegelt sich auf
verschiedensten Weisen in seinem auch sonst empfindlichen
Geistesverfassung. Andererseits ist die Gesamtheit
der Lebensumstände sehr oft sogar für physisch und
geistlich stabile Personen schwer erträglich, geschweige
für Alte und Hilflose, oder für jene, die angstvoll
an der Schwelle eines neuen Alters stehen.
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Eigenartige
„Opfer“ verschiedenster und bizarrster Mißverständnisse
zwischen den Menschen und den Menschen,
verschiedene Lebenswege folgend, sind am
Ende hier eingetroffen, in der Abteilung
für Gerontologie des Zentrums in Novi Becej.
Manche vor kurzem, die anderen vor ein paar
Jahrzenten;
die Bewohner des Altenheims. Ihre Anzahl
beträgt insgesamt 55.
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