| DAS MITTELALTER:
In diesem Zeitalter wird die Sorge
um die Geisteskranken von den Geistlichen übernommen.
Damit kommt es unvermeindbar auch zur Erneuerung alter
dämonologischer Prinzipien der vorantikischen Zeit,
diesmal unter starkem Einfluss der Theologie. Die ganze
psychiatrische Theorie und Praxis der christlichen mittelalterlichen
Welt wurde mit der Zeit durch ständige Verfolgung und
Verbannung der Häretiker erschöpft.
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Behandlung
der Geisteskranken im Mittelalter
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Der exorzistische Kult erscheint
wieder in seiner erneuerten Kraft. Die Geisteskranken
wurden für mit dem Satan verbundene, übernatürliche
Kräfte besitzende Personen gehalten. So wurde das Körperquälen
diesmal als das Quälen des in ihm gefangenen Satanas
gedeutet.
Den Höhepunkt dieser mittelalterlichen
Stimmung stellt die Errichtung der Inkvisition dar.
Als eine Art kirchlichen Gerichtes treibt sie vom 13.
so im Laufe folgender Jahrhunderte unter anderen auch
unzählig viele geisteskranke Leute in den Tod, die im
allgemeinen wegen ihrer andersartigen Natur geduldet
haben.
„Heilmethoden“ im Mittelalter
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Im 15. Jahrhundert erscheinen
in größeren europäischen Städten zum ersten Mal eigensartige
„Gefängnisse“, in denen die Kranken in dunklen, schmutzigen
Zellen gefesselt waren, unter Bedingungen, die sich
mehr für Tieren als für Menschen ziemten. Solch eines
Bild erhielt sich leider in folgenden 300 Jahren.
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